Führt der Arbeitnehmer einen für ihn vom Arbeitgeber abgeschlossenen Direktversicherungsvertrag nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses privat in der Stellung des Versicherungsnehmers weiter, unterliegt er den in § 2 Abs. 2 Sätze 4-6 BetrAVG bestimmten Verfügungsbeschränkungen. Gemäß dem Abtretungs- und Beleihungsverbot darf der Arbeitnehmer sein Bezugsrecht aus dem Direktversicherungsvertrag weder abgetreten noch beleihen noch verpfänden. Das Abtretungs- und Beleihungsverbot hat zur Folge, dass das Bezugsrecht des Arbeitnehmers auch einer Pfändung nicht unterworfen ist (§ 851 Abs. 1 ZPO). Gemäß dem Verbot der Inanspruchnahme des Rückkaufswerts aufgrund Kündigung ist es dem Arbeitnehmer untersagt, den Rückkaufswert aufgrund einer Kündigung des Direktversicherungsvertrags in Anspruch zu nehmen soweit er auf Beitragszahlungen des Arbeitgebers beruht. Im Falle einer Kündigung wird der Direktversicherungsvertrag für diesen Teil beitragsfrei gestellt.

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