Rechengrößen für die betriebliche Altersversorgung

Mit Wirkung zum 1.1.2019 wurden die maßgebenden Rechengrößen der Sozialversicherung angepasst. Die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung ist von jährlich 78.000 Euro auf jährlich 80.400 Euro (alte Bundesländer) bzw. von jährlich 69.600 Euro auf jährlich 73.800 Euro (neue Bundesländer) erhöht worden. Die Bezugsgröße gemäß § 18 SGB IV ist von monatlich 3.045 Euro auf monatlich 3.115 Euro (alte Bundesländer) bzw. von monatlich 2.695 Euro auf monatlich 2.870 Euro (neue Bundesländer) angehoben worden. Die Anpassungen haben Auswirkungen auf die für die betriebliche Altersversorgung maßgeblichen Rechengrößen, z.B. bezüglich der Steuerfreiheit von Beiträgen an einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder für eine Direktversicherung gemäß § 3 Nr. 63 EStG, bezüglich der Abfindbarkeit von unverfallbaren Versorgungsanwartschaften bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses, bezüglich der Beitragsuntergrenze gemäß § 226 Abs. 2 SGB V und bezüglich der Zulässigkeit der externen Teilung von Anrechten im Rahmen des Versorgungsausgleichs.

In der nachstehenden Tabelle sind die wichtigsten Rechengrößen für die betriebliche Altersversorgung aufgeführt.

Obergrenze des Anspruchs auf Entgeltumwandlung gemäß § 1a Abs. 1 Satz 1 BetrAVG
- jährlich
3.216 Euro
- monatlich
268 Euro
Mindestumwandlungsbetrag gemäß § 1a Abs. 1 Satz 4 BetrAVG
- jährlich
233,63 Euro
- monatlich
19,47 Euro
Steuerfreiheit der Beiträge an einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder für eine Direktversicherung gemäß § 3 Nr. 63 EStG (abzüglich etwaiger Beiträge für eine pauschalbesteuerte Direktversicherung oder einen pauschal besteuerten Pensionskassenvertrag gemäß § 40b EStG in der bis zum 31.12.2004 geltenden Fassung)
- jährlich
6.432 Euro
- monatlich
536 Euro
Sozialversicherungsfreiheit der Beiträge an einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder für eine Direktversicherung gemäß § 3 Nr. 63 EStG (§ 1 Abs. 1 Nr. 9 SvEV)
- jährlich
3.216 Euro
- monatlich
268 Euro
Bagatellgrenze für die Abfindung von unverfallbaren Anwartschaften bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses gemäß § 3 Abs. 2 BetrAVG
- Alte Bundesländer
˖ laufende Leistungen
31,15 Euro
˖ Kapitalleistungen
3.738 Euro
- Neue Bundesländer
˖ laufende Leistungen
28,70 Euro
˖ Kapitalleistungen
3.444 Euro
Grenzbetrag für den Anspruch auf Übertragung des Übertragungswertes gemäß § 4 Abs. 3 Nr. 2 BetrAVG80.400 Euro
Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Kranken- und
Pflegeversicherung
- jährlich
54.450 Euro
- monatlich
4.537,50 Euro
Grenze zur Beitragspflicht in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung von Versorgungsbezügen und Arbeitseinkommen aus selbständiger Tätigkeit (Beitragsuntergrenze gemäß § 226 Abs. 2 SGB V)155,75 Euro
Höchstfreibetrag gemäß § 82 Abs. 4 Hs. 2 SGB XII bei der
Anrechnung einer Betriebsrente auf die Grundsicherung (50% der
Regelbedarfsstufe 1 nach der Anlage zu § 28 SGB XII)
212 Euro
Verbraucherpreisindex für Deutschland (Jahreswert 2018)103,8
- Anstieg seit 2017 (102,0)
1,76%
- Anstieg seit 2015 (100,0)
3,8%
Promillesatz für Beiträge an den Pensions-Sicherungs-Verein (2018)2,1‰
Höchstgrenzen für die vom Pensionssicherungsverein einzustehenden Leistungen (§ 7 Abs. 3 BetrAVG)
- Alte Bundesländer
˖ monatliche Rente
9.345 Euro
˖ einmalige Kapitalleistung
1.121.400 Euro
- Neue Bundesländer
˖ monatliche Rente
8.610 Euro
˖ einmalige Kapitalleistung
1.033.200 Euro
Grenzen für pauschal besteuerte Direktversicherungen/Pensionskassenverträge gemäß § 40b EStG i.d.F. vom 31.12.2004
- jährlicher Höchstbetrag pro Arbeitnehmer
1.752 Euro
- jährlicher Höchstbetrag pro Arbeitnehmer bei Durchschnittsberechnung
2.148 Euro
Maximales Sterbegeld
für Personen, die nicht unter engen Hinterbliebenenbegriff fallen (Höchstbetrag für die gewöhnlichen Beerdigungskosten im Sinne von § 150 VVG)8.000 Euro
bei Unterstützungskassenversorgungen gemäß § 2 Abs. 1 KStDV7.669 Euro

Stand 01.01.2019

Jan Zülch, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Spezialist für betriebliche Altersversorgung, Hamburg, Lüneburg