Rechengrößen für die betriebliche Altersversorgung

Mit Wirkung zum 1.1.2017 wurden die maßgebenden Rechengrößen der Sozialversicherung angepasst. Die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung ist von jährlich 74.400 Euro auf jährlich 76.200 Euro (alte Bundesländer) bzw. von jährlich 64.800 Euro auf jährlich 68.400 Euro (neue Bundesländer) erhöht worden. Die Bezugsgröße gemäß § 18 SGB IV ist von monatlich 2.905 Euro auf monatlich 2.975 Euro (alte Bundesländer) bzw. von monatlich 2.520 Euro auf monatlich 2.660 Euro (neue Bundesländer) angehoben worden. Die Anpassungen haben Auswirkungen auf die für die betriebliche Altersversorgung maßgeblichen Rechengrößen, z.B. bezüglich der Steuerfreiheit von Beiträgen an einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder für eine Direktversicherung gemäß § 3 Nr. 63 EStG, bezüglich der Abfindbarkeit von unverfallbaren Versorgungsanwartschaften bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses, bezüglich der Beitragsuntergrenze gemäß § 226 Abs. 2 SGB V und bezüglich der Zulässigkeit der externen Teilung von Anrechten im Rahmen des Versorgungsausgleichs.

In der nachfolgenden Tabelle sind die wichtigsten Rechengrößen für die betriebliche Altersversorgung aufgeführt.

Obergrenze des Anspruchs auf Entgeltumwandlung gemäß § 1a Abs. 1 Satz 1 BetrAVG
- jährlich
3.048 Euro
- monatlich
254 Euro
Mindestumwandlungsbetrag gemäß § 1a Abs. 1 Satz 4 BetrAVG
- jährlich
223,13 Euro
- monatlich
18,59 Euro
Steuerfreiheit der Beiträge an einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder für eine Direktversicherung gemäß § 3 Nr. 63 EStG (ohne den Erhöhungsbetrag in Höhe von 1.800 Euro)
- jährlich
3.048 Euro
- monatlich
254 Euro
Bagatellgrenze für die Abfindung von unverfallbaren Anwartschaften bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses gemäß § 3 Abs. 2 BetrAVG
- Alte Bundesländer
˖ laufende Leistungen
29,75 Euro
˖ Kapitalleistungen
3.570 Euro
- Neue Bundesländer
˖ laufende Leistungen
26,60 Euro
˖ Kapitalleistungen
3.192 Euro
Grenzbetrag für den Anspruch auf Übertragung des Übertragungswerts gemäß § 4 Abs. 3 Nr. 2 BetrAVG76.200 Euro
Grenze zur Beitragspflicht in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung von Versorgungsbezügen und Arbeitseinkommen aus selbständiger Tätigkeit (Beitragsuntergrenze
gemäß § 226 Abs. 2 SGB V)
148,75 Euro
Verbraucherpreisindex für Deutschland (Jahreswert 2016)107,4
- Anstieg seit 2015
0,47%
- Anstieg seit 2013
1,61%
Höchstgrenzen für die vom Pensionssicherungsverein einzustehenden Leistungen (§ 7 Abs. 3 BetrAVG)
- Alte Bundesländer
˖ monatliche Rente
8.925 Euro
˖ einmalige Kapitalleistung
1.071.000 Euro
- Neue Bundesländer
˖ monatliche Rente
7.980 Euro
˖ einmalige Kapitalleistung
957.600 Euro
Grenzen für pauschal besteuerte Direktversicherungen gemäß § 40b EStG i.d.F. vom 31.12.2004
- jährlicher Höchstbetrag pro Arbeitnehmer
1.752 Euro
- jährlicher Höchstbetrag pro Arbeitnehmer bei Durchschnittsberechnung
2.148 Euro
Maximales Sterbegeld
für Personen, die nicht unter engen Hinterbliebenenbegriff fallen (Höchstbetrag für die gewöhnlichen Beerdigungskosten im Sinne von § 150 VVG)8.000 Euro
bei Unterstützungskassenversorgungen gemäß § 2 Abs. 1 KStDV7.669 Euro

Stand 01.01.2017

Jan Zülch, Rechtsanwalt für betriebliche Altersversorgung und Fachanwalt für Arbeitsrecht, Hamburg, Lüneburg